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CHTHONIC - Battlefields Of Asura

VÖ: 12. Oktober 2018
Ciong Zo Idea Corporation

Untätig waren Chthonic seit ihrem letzten Album "Bú-Tik" wahrlich nicht. Akustik-Album, das Ganze noch mal live, ein "normales" Live-Album und nebenbei ist Frontmann Freddy Lim seit 2016 ein Mitglied im taiwanesischen Parlament. Seine öffentlichen Aktivitäten in Bezug auf Menschenrechte und sozialer Gerechtigkeit spiegeln sich auch auf dem neuen Album "Battlefields Of Asura" wieder, auf welches die Gemeinde satte fünf Jahre warten musste. Ich spreche von der fast schon entwaffnenden Entschlossenheit, mit der die Band auf ihrem mittlerweile achten Longplayer (rechnet man das Akustik-Album "Timeless Sentence" nicht mit) vorgeht. Das Yin-Yang-Prinzip greift abermals großartig. Die aggressiven, angriffslustigen Songs mit immer nachvollziehbarer Abwechslung im Einklang mit der fernöstlichen Melodieführung, der damit einhergehenden Erhabenheit und auch Verzweiflung und Wehmut.
Und immer schwebt die Überlegung mit, ob es richtig wäre, den Sound mit Vergleichen zu anderen Bands aus der Szene zu beschreiben. Da wären schon einige Megaseller dabei. Aber dafür ist alles einfach zu eigenständig und charakterlich bombenfest. Chthonic sind Chthonic und haben sich ihren guten Ruf redlich erarbeiten. Nicht umsonst eroberten sie bereits die größten Festival-Bühnen der Welt (WOA, Download, Ozzfest, Loud Park, usw.). Wer dennoch Vergleiche zu den vergangenen Alben braucht, muss nur wissen, dass dieses Mal leider kein absoluter Überflieger à la "Takao" oder "Next Republic" dabei ist - "Carved In Bloodstone" ist aber zumindest nah dran. (sw)

8,5/10