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<CODE> - Augur Nox

VÖ: 22. November 2013
Agonia Records

"Für aufgeschlossene Black Metaller" las ich mal irgendwo zum Thema <code> und konnte mich anno 2009 beim Bleeding Edge Festival selbst davon überzeugen. Erwachsener Avantgarde Black Metal, der mit schwarzer Seele in progressiven Gefilden herumwildert, wie man es in Vollendung von Größen wie Enslaved oder Ihsahn kennt. Mit erneut umgekrempeltem Line Up (nur Gitarrist Aort ist von Anfang an dabei) liegt nun der dritte Longplayer der Engländer vor, auf dem Wacian als Neuzugang am Mikro einen beeindruckenden Einstand gibt. Ich behaupte sogar, dass es neben seinem Black Metal-würdigen Organ gerade seine unkonventionellen, dabei sehr selbstbewusst prägnanten Clean Vocals sind, die den Hörer noch besser durch "Augur Nox" geleiten. Denn allzu leicht macht es einem die England/Norwegen-Connection nicht. Alle zwölf Songs fordern den Hörer auf, über die gesamten 55 Minuten dabei zu bleiben und legen dabei eine einnehmende - einem Trip gleich - übergreifende Dynamik an den Tag. Eine leichte Enslaved-Tendenz lässt sich angesichts von Songs wie "Ecdysis" oder "Glimlight Tourist" nicht verleugnen. Als Konkurrenz sehe ich <code> aber zu keiner Zeit. Schon gar nicht, wenn sie sich beispielsweise mit "Garden Chancery" noch für höhere Aufgaben im eigenen Kosmos empfehlen.
Agonia Records waren schon immer Garant für obskure Produkte und charakterlich ist "Augur Nox" in diesem Fall ein ziemlich gutes! (sw)

8/10