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COMMANDER - Fatalis (The Unbroken Circle)

VÖ: 13. April 2018
MDD Records

Ach herrje. Eine so druckvolle Produktion aus der heutigen Zeit, bei der man auch den Bass hören kann. Eine fokussierte Performance einer Band, der man ihr sicheres Auftreten reell anhören kann. Rasierende Riffs. Gute Soli. Kräftig-kernige Vocals. Alles zusammen gefasst in das dritte Commander-Album, dem neuen Lebenszeichen nach zwei Longplayern 2006 und 2008. Im eröffnenden Titelsong fällt unterschwellig eine Behemoth-Schlagseite auf. Das Intro, die Art der Melodie, die Blasts, das Riff - klingt wie Behemoth auf Thrash. Und wenn auch Death Metal der allerorts vorherrschende Platzhirsch im Sound der Münchener ist, so darf man sich über den hohen Thrash-Anteil freuen ("Locust Infestation", "Invidia", "Shattered Existence"). Wenn es über die sechs Minuten-Marke geht, dann nur in doomiger, alles platt walzender Form ("Insidious Greed", "And Death Swings The Scythe"). Soweit die nackten Tatsachen. Das "Ach herrje" startete bei mir bereits beim zweiten Durchlauf - der "Skip"-Drang. Es bollert aus den Boxen oder den Kopfhörern und nach rund zwei Dritteln eines jeden Songs wollte ich weiter schalten, weil mich das - wie man heute so schön sagt - nicht "toucht". Es bleibt nichts richtig hängen, kein "das wird immer geiler", kein "der coole Part" schon wieder. "New Slave Democracy" habe ich später noch mal durchlaufen lassen, weil ich immer noch nicht sicher bin, an was oder wen mich die Vocal-Rhythmik im Refrain erinnert. Und mit jedem Skip rutscht das Punktethermometer weiter gen Keller und wird nur durch Objektivität aufgehalten. Denn "Fatalis (The Unbroken Circle)" wegen all dem als "belanglos" zu bezeichnen, wäre auch wieder nicht richtig - und auch unfair. Daher sieben Punkte, weil das Album mit ansprechender Handwerkskunst zumindest an mir vorbei böllert. (sw)

7/10