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CONVENT GUILT - Diamond Cut Diamond

VÖ: 09. November 2018
Gates Of Hell Records

Außer dem Wechsel von Cruz Del Sur Music zu Gates Of Hell Records (also nur eine Tür weiter), hat sich bei Convent Guilt nicht viel geändert. Auch nicht, was ich über die Australier schreiben werde. Wie auf dem 2014er Debüt "Guns For Hire" klingt ihr (Proto) Metal/Rock/NWOBHM-Gemisch herrlich regressiv, fast vorsintflutlich, charmant naiv und immer noch mit unterschwelliger Punk-Attitüde nach "nicht erwachsen werden wollen". Während man locker-flockig durch die Bude rockt, schmunzelt man schon über den Albumtitel (die Australien-Version vom Emeralds "Iron On Iron"?), über den immer noch nicht ganz geraden Gesang und auch darüber, dass die Refrain-Melodie von "Bonnie And Clyde" verdächtig nah an einem Song einer deutschen Traditionsband aus dem Jahr 2014 klingt. Gerne auch, warum der Gesang aufgrund der tieferen Tonlage an Druck verliert, wenn der Song ausgerechnet "Scream Out Your Heart" heißt. Und schlussendlich die Frage, warum beim letzten Song "Foxes Run" auf einmal die Gitarren lauter werden. Aber irgendwie gehen die vier Koalas so unbekümmert und liebenswert dickköpfig zu Werke, dass man ihnen nicht böse sein kann. Auch wenn das Debüt doch etwas ungestümer war. Irgendwie verbreitet ja alles gute Laune und das flotte "Born To Trouble" erinnert mich spontan an das, was aktuell Midnight Force etwas ausgereifter zur Schau stellen. Aber mehr als sieben Punkte sind da einfach nicht drin. (sw)

7/10