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CORPSESSED - Impetus Of Death

VÖ: 23. November 2018
Dark Descends Records

Bezüglich der Covergestaltung wurde Mattias Frisk (Vanhelgd, Ghost, u.a.) mit der Vorgabe beauftragt, er solle einfach das tun, was seiner Meinung nach am besten zur Musik passt - aber die gängigen Klischees wie mystisch vermummte Person, Priester mit Ziegenkopf und "nackte Frau auf Altar" außen vor lassen. Mission geglückt. Ein klares Bild, mit verstörendem Motiv, welches gleichermaßen einfach und obskur wirkt. Besser hätte ich nicht mal die Musik beschreiben können. Die Suomi-Deather pflügen auf ihrem zweiten Longplayer ziemlich gradlinig durchs Unterholz, Gitarren und Vocals machen aus der Suche nach Tiefe einen Wettstreit und die Drums sind Gott sei Dank nicht getriggert. Speziell Letzteres hat eine positive Auswirkung auf die Dynamik, denn wo die Riffs leicht sumpfig ohne große Experimente wildern, bekommen sie von der rhythmischen Vehemenz Schützenhilfe, um doch irgendwie den Nerv des Old School Deathers zu treffen. Zwischendurch blitzt dann auch die finnische Melodik auf und die damit einhergehende Morbidität, aber leider fehlt das gewisse Etwas, welches die Riff-Trefferquote aus dem "mehr als 08/15, weniger als rattengeil"-Bereich holt.
Mit einem internationalen Vorliebenbereich von den USA (Incantation), über die britischen Inseln (Cruciamentum, Grave Miasma), bis hin zu eben finnischen Vertretern, kann man Corpsessed anchecken, darf aber keine Meisterleistung erwarten - zumindest aber eine amtliche Breitseite, die ohne Umschweife auf den Punkt kommt. (sw)

7,5/10