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CRAVING - Craving

VÖ: 20. Januar 2012
Apostasy Records

Bekanntlich hat die Metalszene in Oldenburg (der Heimat von mega-metal.de) so einige wirklich gute Bands zu bieten. Eine davon ist Craving, deren Debütalbum nun über Apostasy Records erscheint. In der Vergangenheit hat das Quartett bereits mit zwei Eigenproduktionen (Demo 2006, "Revenge"-EP 2008) und diversen Gigs mit Bands wie Varg, Sinister, Lay Down Rotten, Debauchery, Burden Of Grief, Milking The Goatmachine uvam. auf sich aufmerksam gemacht. Das schlicht "Craving" betitelte erste Album bietet eine äußerst gelunge Mixtur aus melodischem Black und Death Metal mit einer ordentlichen Portion keltischer Folk-Klängen - fernab von jeglichem Tavernen-Sauf-Kitsch. Neben unzähligen starken Gitarrenmelodien und einem ausnahmslos gelungenem Songwriting, sind es vor allem die dreisprachigen Texte (deutsch, englisch, russisch), die Craving angenehm aus der breiten Masse ähnlicher Bands hervorheben. An den eingängigen Melodien, dem abwechslungsreichen Gesang zwischen Black Metal-Gekeife und Death-Growls, dem variablen Tempo (man kann sowohl in den Hochgeschwindigkeitsbereichen, als auch im melancholisch-akustischen Midtempo überzeugen) dürften Fans von Wintersun, Suidakra und Equilibrium (zu Zeiten von "Turis Fraytr") ihr helle Freude haben. Und so konnte man sogar ex-Equilibrium- (und jetzt Arafel-) Sänger Helge Stang für zwei Songs als Gastsänger gewinnen (von denen vor allem "Ein Funken Abendrot" vollends überzeugen kann). Das gesamte Album bewegt sich auf konstant hohem Niveau und macht das explizite Aufzählen einzelner Songs eigentlich überflüssig. Als Anspieltipp sei allerdings "Wolfsherz" genannt - ein Song, den Equilibrium sicherlich gerne selber geschrieben hätten.
Unterm Strich bleibt ein rundum gelungenes Black-/Folk-/Death-Album einer höchst talentierten Band zurück, bei der man sehr gespannt sein darf, was die Zukunft noch bringen wird. (maz)

8/10