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CREST OF DARKNESS - In The Presence Of Death

VÖ: 25. Februar 2013
My Kingdom Music

Wenn ich "Black Metal" und "Norwegen" in einem Satz lese, denke ich unwillkürlich an Scheiben wie "Transilvanian Hunger". Das ist natürlich lange her und hat mit dem Black Metal, den Crest Of Darkness betreiben, auch nicht so wirklich viel zu tun. Der wird auf dem Promo-Zettel als "Evil Black Metal" bezeichnet. Dieser Stil war mir bislang unbekannt. Irritierenderweise trifft das auch auf Crest Of Darkness zu und das, obwohl sie schon seit 18 Jahren zugange sind. Schon das relativ umfangreiche Line-Up und damit die eingesetzten Instrumente sagen einiges aus. Ingar Amlien (vocals, bass), Kjetil Hektoen (drums), Rebo (lead & rhythm guitars, keyboards) und dann noch als zusätzliche Musiker Kjell Arne Hubred (rhythm guitars) und Stian Aarstad (keyboards). Das lässt mich vermuten, dass es hier einen Haufen Abwechslung gibt und so ist es auch. Auf "In The Presence Of Death" finde ich eine Mischung aus schwarzmetallischem Geballer und sporadischen, voluminösen und getragenen Parts. Zusätzlich gibt es ein paar kurze Einsprengsel, wie zum Beispiel das Läuten von Kirchenglocken. Durch die recht häufigen Breaks wirkt das Album insgesamt etwas unruhig. Besonders herausragend ist Ingar mit seinem Gesang. Er hat eine enorme Bandbreite zu bieten und zwar von hysterisch und tiefschwarz über hypnotisch bis hin zu dunkel und erhaben. Ebenfalls erwähnen möchte ich den Drummer. Der gute Mann kann wirklich ballern, was das Zeug hält und könnte das ruhig noch öfter tun. Auf der Homepage der Band kann man sich übrigens ein Video zu dem Song "Druj Nasu" vom Album "Give Us The Power To Do Your Evil" ansehen. Besonders empfehlenswert für Liebhaber von Zweiflüglerlarven. "In The Presence Of Death" ist ein Leckerbissen für Black Metaller, die ihre Musik ohne Scheuklappen betrachten und denen eine düstere Stimmung wichtiger ist, als extreme Kompromisslosigkeit. (st)

7,5/10