Impressum Startseite
Reviews Interviews Live Specials Jobs

DARK AGE - Acedia

VÖ: 13. November 2009
AFM Records

Dark Age aus Hamburg servieren uns mit "Acedia" bereits ihr sechstes Studioalbum, auf dem der zuvor eingeschlagene Weg von "Minus Exitus" (2008) konsequent weitergeführt wird. Noch mehr Melodien - wie etwa im starken Opener "Kingdom Nevercome", eine noch größere Hitdichte, noch mehr Abwechslung und Variationen beim Gesang (clean/growl), und zwischendurch darf's auch mal etwas mehr Elektronik sein ("Zeitgeist"), was zumindest in den Strophen etwas überraschend, aber sehr angenehm wie eine Art "Rammstein light" klingt.
Auch wenn der Grundtenor auf "Acedia" im topmodernen und hochmelodischen Melodic Death Metal liegt, so findet sich dennoch eine Vielzahl von Einflüssen wieder, und man fühlt sich oftmals an Paradise Lost zu "Host"-Zeiten erinnert. Gerade das ausgefeilte, sehr abwechslungsreiche Songwriting macht "Acedia" vermutlich zwar nicht für jeden sofort zugänglich, entfaltet dann aber seine ganze Perfektion und Faszination. Man legt nach wie vor Wert auf große Gitarren-Soli ("Snake Of June"), und hat mit "10 Steps To Nausea" auch noch einen mächtigen Überhit im Gepäck.
Produziert wurde der ganze Spaß übrigens von Sänger und Gitarrist Eike Freese himself, der sich mittlerweile schon über die Grenzen von Dark Age hinaus einen Namen als Produzent machen konnte (u.a. Callejon), und hier eine absolut saubere Arbeit abgeliefert hat.
Man kann es drehen und wenden, wie man will: Dark Age hauen mit "Acedia" ihr vermutlich bestes Album raus. Elf Top-Songs auf höchstem Niveau. Anspieltipp? Alles! Es gibt nicht mal den Ansatz eines Durchhängers zu vermelden. Wenn sich die Jungs weiter so steigern können, dann kommt man beim nächsten Album der Höchstmarke verdammt nahe. (maz)

9/10