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DARK FOREST - The Awakening

VÖ: 28. Februar 2014
Cruz Del Sur Records

Wenn man den Fehler umgeht, diese CD nach ihrem Schönschrift-Logo nebst plakativem Namen und dem kitschigen Cover zu beurteilen, kann man echt etwas entdecken. Vielleicht wischt man beim eröffnenden Titelsong noch schnell seine Vorurteile gegen Dreiviertel-Takte vom Tisch und lässt sich nach dem richtig coolen Refrain eher auf ein genaueres Untersuchen der Materie ein. Und nochmal - es lohnt sich. Dark Forest sind keine Newcomer und präsentieren neben drei EPs nun bereits ihren dritten Longplayer in zwölf Jahren Bandgeschichte. Stilistisch dürfen hier alle aufhorchen, die mit Iron Maiden und Satan aufgewachsen sind, die nichts gegen eurometallische Melodieführungen haben (denen aber auch ein Hauch von Keltischem inne wohnt), die sich aber auch vorstellen können, dass Fates Warning mit John Arch nie Prog gespielt hätten und heute Alpha Tiger für ihre Existenz danken. Kapiert? Ein Refrain wie "Penda's Fen" frisst sich z.B. in Verbindung mit der glasklaren Stimme von Neuzugang Josh Winnard richtig fest. Seine Melodieführung in "Secret Commonwealth" mag vielleicht wirklich an John Arch erinnern. Und wenn er mal ein wenig die starke Power rausnimmt, drückt die Band halt aufs Gas und hat mit "Rise Like Lions" den nächsten starken Song am Start. Insgesamt gesehen, haben die Briten echt ein präzises Händchen dafür, den Drahtseilakt zwischen "zu altbacken" und "zu kitschig" fast immer mit ein paar vermeintlichen Wacklern hinzubekommen. Das doch etwas kitschige "Sons Of England" mal ausgenommen. Nobody is perfect. Aber ein starkes Album für traditionsbewusste Metaller ist es trotzdem. (sw)

8/10