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DARK FUNERAL - Angelus Exuro Pro Eternus

VÖ: 20. November 2009
Regain Records

Heiliger Vater! Satan ist wieder empor gestiegen. Einen Opener wie "The End Of Human Race" hätte ich Dark Funeral aus irgendeinem Grund nicht zugetraut. Dass sie nicht von ihrer Linie abweichen, war zwar klar, aber dass das neue Album "Angelus Exuro Pro Eternus" so mächtig und derbe beginnt, sorgt bei mir erst mal für Maulsperre. Auffällig sind bereits die dezenten Tempowechsel, die den Song sehr dynamisch machen. "The Birth Of The Vampir" ist danach einfach nur ultraböse und mäht alles platt. Ich bin es auch. "Stigmata" steigt dunkel mit hypnotischen Vocals ein, um danach wieder völlig auszurasten. Die einsame Lead-Gitarre im Verlauf des Songs sorgt für einen fiesen Schauer über den Rücken. "My Funeral" erscheint fälschlich als langsamer Lückenfüller, ist aber in Wahrheit eine SlowMo-Doublebass-Walze mit einer bittersüßen Melodie - ein wahres Highlight. Die restlichen fünf Songs ziehen gegenüber diesem Eröffnungsquartett nur minimalst den Kürzeren. "Declaration Of Hate" und der Rausschmeisser "My Latex Queen" - als SM für Schwarzmetaller - sorgen aber für ähnliche Begeisterungsstürme.
Die vier Jahre Wartezeit auf ein neues Studioalbum haben sich also gelohnt, und nach einigen Durchläufen behaupte ich ganz frech, dass wir das bis dato abwechslungsreichste Album der Band vorliegen haben - in ihrem stilistischen Rahmen, versteht sich. Ein echter Höllenritt! (sw)

8,5/10