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DARK MOOR - Ars Musica

VÖ: 18. Juni 2013
Scarlet Records

Dass Spanien glücklicherweise wesentlich Spannenderes als Mallorca's Ballermannhits zu bieten hat, beweisen Dark Moor seit Jahren. Die vier Symphonic Power Metaller aus Madrid bieten auf ihrem zehnten Album "Ars Musica" gewohnt gute Qualität und zeigen die gesamte Bandbreite ihres Könnens. Durch den instrumentalen Opener und Titelsong wird der Hörer auf die kommende Reise durch symphonische, bombastische Werke mit ausgefeilten Melodien vorbereitet. Beeindruckend ist die starke Stimme von Alfred Romero, der auf dem neuen Album von der ebenfalls stimmgewaltigen Gastsängerin Berenice Musa mit ihrem nahezu perfekt ausgebildeten Sopran unterstützt wird. "Living In A Nightmare" ist dabei der Song, der am meisten heraussticht. Hier wird ein wahnsinniges Tempo vorgelegt und die metallischen Anteile sind hier noch am höchsten. Nett ist, dass es diesen Song ein zweites Mal zum Schluss des Albums als orchestrale Version gibt. Der Uptempo-Song "The City Of Peace" gehört ebenfalls zu der härteren Fraktion. Ansonsten ist der Anteil an balladesken Songs, z.B. "Gara And Jonay" und "The Road Again (Acoustic Version)", für meinen Geschmack ein wenig zu hoch. Mir schießt beim Hören des Albums immer wieder mal Smetanas "Die Moldau" durch den Kopf. Alles in allem ist "Ars Musica" ein Werk, welches sich so kompromisslos auf der Symphonic-Schiene bewegt. Man muss wohl auch ein Fan dieser Art von Musik sein muss, um dieses Album richtig genießen zu können. Allerdings könnten auch Musical- und Opernfans, die ein Ohr für rockige oder metallische Klänge haben, ihre Freude an "Ars Musica" finden. Was es für den aktuellen Longplayer unbedingt braucht, ist eine gute Anlage mit anständigen Boxen und Zeit, um die teils komplexen Songs wirklich erfassen zu können. (bc)

7,5/10