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DEICIDE - Overtures In Blasphemy

VÖ: 14. September 2018
Century Media

Was für ein Jahr. Zumindest musikalisch gesehen, ist es der Wahnsinn, kredenzen uns doch etliche Szenegrößen (und unzählige Newcomer) ihre neuen Schlachtplatten und kaum einer kommt so richtig ins Stolpern, manch einer liefert gar höchstes Niveau ab.
Auch die Jungs aus dem schönen Florida setzen kurz vor ihrem 30. Geburtstag den Schädelspalter dort an, wo es garantiert weh tut. Kongenial verstärkt durch Mark English (Monstrosity), kommen Benton und Wunderdrummer Asheim aus dem Loch gekrochen und verbreiten zusammen mit Kevin Quirion Tod und Verderben. Laut eigener Aussage sei es dem Boss beim zwölften (!) Studioalbum um Qualität und echte Hooklines gegangen und das kann man hier absolut so unterschreiben. Wer ein Album erwartet, das totlangweilig vor sich hinballert, wird schwer enttäuscht und das ist auch gut so. "Anointed In Blood" sei mal als Beispiel in den Raum geworfen, da das Ding ein Nackenbrecher vor dem Herrn ist und gerade live so manchen Banger in die Notaufnahme befördern dürfte. Brillantes Drumming und nicht weniger geniale Soli durchziehen diesen Hassbatzen, wie eine Bankkarte gepanschtes Koks auf dem Bahnhofsklo. Die Amis verstehen ihr Handwerk und ziehen dir das Fleisch hauchdünn von den besten Körperpartien und alles mit chirurgischer Präzision.
Wenn Mister Benton seinen recht geilen Vokills ein bisschen mehr Klangabwechslung mitgegeben hätte, hätte ich noch einen halben Punkt mehr locker gemacht. Aber sonst fett wie der Arsch meiner Albtraumfrau! (oem)

8,5/10