Impressum Startseite
Reviews Interviews Live Specials Jobs

DEINONYCHUS - Ode To Acts Of Murder, Dystopia ...

... And Suicide

VÖ: 01. Dezember 2017
My Kingdom Music

Death/Doom oder meinetwegen auch Doom/Black Metal sind definitiv eine zu kleine Schubladen für die Musik von Deinonychus (ich will ja nicht den Klugscheißer raushängen lassen, aber das ist ebenfalls der Name eines fleischfressenden Dinosauriers aus der frühen Kreidezeit und heißt übersetzt "schreckliche Klaue"). Ich habe mir jedenfalls schon weitaus zähere Konsorten zu Gemüte geführt. Oft langsam, aber noch öfter im Midtempo ist die Band zu Hause. Nichtsdestotrotz katapultiert das Trio den Hörer in eine Welt voller Leid und Verzweiflung. Der Gesang von Marco Kehren ist klagend, schwermütig und voller Pein und seine Gitarrenarbeit reicht von traurigen Melodien, bis zu mächtigen und auch schleppenden Riffs. Steve Wolz (ex-Bethlehem, Imperia) ist für das Schlagzeug zuständig und fällt mir gerade bei den Songs "Buried Under The Frangipanis" (wegen der schellenden Klänge) und "Dusk" (wegen der großartigen Ballerei) auf. Über das Keyboard herrscht Markus Stock (Empyrium, The Vision Bleak) und der vervollständigt damit die unglaublich tiefe, dramatische Atmosphäre dieser Scheibe. Nach dem letzten Album "Warfare Machines" (2007) wurde im September 2008 das Aus der Band bekanntgegeben. Nun sind sie also wieder da und krallen sich fest, um Qual zu verbreiten und hoffentlich auch um zu bleiben. (st)

8,5/10