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DEMONICAL - Chaos Manifesto

VÖ: 23. März 2018
Agonia Records

Wie deprimierend es doch für all die Nachahmer sein muss, innerhalb kürzester Zeit in die Schranken verwiesen zu werden, mag ich mir gar nicht vorstellen. Nachdem erst kürzlich Necrophobic einen modernen Klassiker abgefeuert haben, kommt nun ein weiteres Geschoss aus dem hohen Norden - Demonical. Der unermüdliche Martin Schulmann und seine teilerneuerte Truppe zünden eine Lehrstunde in Sachen HM-2 Schwedentod, dass mir dieses Review eine wahre Freunde ist (ich nehme übrigens keine Scheiben an, dessen Stil ich grundsätzlich nicht mag).
Besonders zitterig war ich aufgrund der Frage, wer denn wohl auf dem Stuhl des Frontmannes Platz nehmen würde. Diese Aufgabe wurde mit der Verpflichtung des Centinex-Sängers Alexander Högebom mehr als
zufriedenstellend gelöst. Der Schwede fügt sich nahtlos in die musikalische Marschrichtung seiner Mannschaft ein, und das mit Auszeichnung. Es ist ein wahres Fest, wie die Jungs Midtempo-Granaten à la "Välkommen Undergäng“ (auf Schwedisch) oder "From Nothing" tonnenschwer aus den Boxen drücken, um dann Elchtodexplosionen der Marke Dismember ("Torture Parade") auf die ahnungslose Meute zu ballern. Auch gibt es Parallelen zum Bloodbath-Kracher "Resurrection Through Carnage" und ganz alten Amon Amarth, was die perfekte Balance dieses Silberlings letztendlich nochmals betonen dürfte. Natürlich erfindet hier niemand irgendetwas neu, aber kaum eine andere Band schüttelt sich derart viele Killer-Riffs so locker aus dem Ärmel, wie diese hier. Ausserdem haben Demonical mit "Death Infernal" einen Death Metal Meilenstein geschrieben, was ebenfalls nicht allzu viele von sich behaupten können. Es wäre so langsam angebracht, wenn die Combo die Ernte für ihre jahrelange, harte Arbeit einfahren könnte. Also, was tun sprach das Huhn und stieg von der Drahtbürste ... (oem)

9/10