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DESECRATOR - To The Gallows

VÖ: 27. Oktober 2017
Violent Creek Records

Wenn am 25. Oktober 2017 in der Hamburger Großen Freiheit die Tournee von Airbourne startet, dürfte nach dem Erklingen der Vorgruppe der eine oder andere ein nervöses Zucken im Augenlid bekommen, denn das ist kein AC/DC-like Heavy Rock, der die Zuhörer zum entspannten Kopfnicken einlädt, sondern purer Old School Thrash Metal, den Desecrator aus allen Rohren feuern.
Obwohl es die Band schon seit 2008 gibt, hat man es erst auf eine Live-Scheibe und eine EP gebracht. Den Rest der Zeit haben die Jungs sich den Arsch abgetourt und das hört man der Band zu jeder Sekunde an. Ob Speed/Thrash Granaten wie "To the Gallowes", "Hellhound", "Thrash Is A Verb" und "Down To Hell", oder die abwechslungsreichen "Red Steel Nation" und "Serpent's Return" - Langeweile kommt beim Hören nicht auf. Mit "As I Die" hat man sogar eine melancholische Ballade am Start. Auch schaffen Desecrator es immer wieder, Refrains rauszuhauen, die sich schön in den Ohren festsetzen. Nicht brutaler und schneller ist die oberste Maxime, hier bekommt trotz aller Härte die Melodie einen großen Anteil. Die frühen Werke von Anthrax, Megadeth oder Sacred Reich kommen mir in den Sinn. Musikalisch sind die Jungs top, abwechlungreiches Gitarrenriffing, schöne Soli und eine sehr gute Drumarbeit, der Sänger ist kein typischer Schreihals und erinnert mich mit seinem melodischen Gesang an Phil Rind von Sacred Reich. Die Produktion gefällt mir ebenfalls gut, sehr natürlich und rau - genau so werden die Jungs live klingen, jede Wette. Nach dem letzten Song "Brainscan" gibt es übrigens einen schönen Hidden Track, klingt fast wie ein Demosong und ist der pure Thrash Metal, dreckig, schnell, kurz, straight in your Face. Ohne wenn und aber, eines der besten Thrash-Alben, die ich dieses Jahr zu hören bekommen habe. (tf)

8,5/10