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(dolch) - I + II

VÖ: 25. September 2015
Ván Records

In welchem Nischenbereich des Metal dieses Duo bereits jetzt gut angesehen ist, entzieht sich ein wenig meinem Verständnis. Das ist weder ein Seitenhieb gegen Fans oder Musik, vielmehr erschließt sich mir die Metal-Relevanz nur sehr schwerlich. Klar, allein schon die hochfrequent schneidenden Gitarren und die mehr als natürlich belassenen Drums dürften durch ihren Klang so manchem erzkonservativen Black Metal Freak munden. Die Vibes, die (dolch) jedoch auf ihren ersten beiden Demos versprühen, erinnern mich durch ihren hypnotisch rituellen Charakter eher an eine Keller-Location in einer anonymen Großstadt, wo man als Außenstehender zum ersten Mal einem bizarren (guten!) Gothic/Wave Rock Underground-Gig bewohnt und sich einfach in den Sog hineinziehen lässt. Während ich "Demo I" aufgrund der Songs noch mehr abgewinnen kann (allein das "Bahrelied" hat schon eine widerlich gut bohrende Stimmung), während das zweite Demo "Licht. Maschine. Herz." bis auf "Licht" schon um einiges skurriler wirkt. Die reine Vertonung der Wörter Maschine und Herz ist aber rein objektiv geglückt. Rein subjektiv muss ich das nicht immer gut finden, weil es auch nicht meinen Geschmack trifft, (dolch) sind deswegen aber nicht schlecht - nur etwas für spezielle Spezialisten.
Beide Demos vereinen sich jetzt in remasterter Form auf einem Tonträger - sowohl CD als auch LP. (sw)

6,5/10