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EASTERN FRONT - Descent Into Genocide

VÖ: 08. August 2014
Candlelight Records

Irgendwie wundert es mich gar nicht, dass eine Band mit dem Namen "Eastern Front" ihren zweiten Longplayer "Descent Into Genocide" mit einer Melodie beginnt, die aus einem Volksempfänger stammen könnte und dass sie dann einen Fliegerangriff folgen lassen. "Retribution Sky" heißt dieses erste Lied und nach dem Intro geht Sänger Nagant direkt zum Frontalangriff über und schreit, als gäbe es kein morgen. Gitarrist Holocaust nutzt seine Klampfe allerdings weniger aggressiv und setzt im Hintergrund vielmehr auf traurige Melodien, was der Musik eine unerwartete Tiefe gibt. Unbedingt erwähnenswert ist Drummer Blitz, der macht seinem Namen nämlich alle Ehre und drischt die Felle, dass es eine wahre Freude ist und teilweise klingt, z.B. beim Song "Blitzfreeze", wie Maschinengewehrsalven. Dieses Nebeneinander führt dazu, dass immer wenn der Sänger und der Drummer musikalisch nach hinten treten, der Gitarrist die melancholische Führung übernimmt. Die außerdem dargebotenen Intros und Einsprengsel, wie der Bericht von der Front bei "Katyn Forest" oder auch der orchestrale Anfang vom Titelsong, lassen eine ungewöhnliche und leichte Epik zum Vorschein kommen. Black Metal und Krieg - und doch möchte ich "Descent Into Genocide" nicht zum War Black Metal zählen, eher würde ich sagen, die Engländer spielen epischen Black Metal im Militärgewand. (st)

7,5/10