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EASTFRISIAN TERROR - Lever Dood As Slaave (EP)

VÖ: Dezember 2012

Offensichtlich gibt es in Ostfriesland zu viel frische Luft, anders kann ich mir die gewählten Pseudonyme nicht erklären. Mein bisheriges Highlight in dieser Richtung ist Nekroschwanz (der arme Kerl) von der Band Zerstörer. Aber jetzt kommt Eastfrisian Terror und übertrifft das entschieden: Sänger Michael "Mr. Deichkot" Eden, an den Drums Daniel "Möwenshitter" Schneider, an den Gitarren Grindopa Alli und Uwe "Blähboy" Hansen. Wegen der Vollständigkeit erwähne ich dann noch eben, dass der Bass von Uwe Hansen aufgenommen wurde. Der hat wohl leider bei der Pseudonym-Vergabe gefehlt. Wie wäre es mit "Wattschrat"? Das hört sich nett an und weist nicht direkt auf körperliche Unzulänglichkeiten hin. Musikalisch wird hier eine richtig feine Mischung aus Death Metal und Grindcore geboten. Vor allem Mr. Deichkot überzeugt mit dunklem, wuchtigem Gegrowle und partiellem, rotzigem Geschrei und bei "Lever Dood As Slave" wird auch mal einem Schwein am Schwanz gezogen. Tempomäßig sind die Jungs zwischen flott und zäh unterwegs und der Herr Möwenshitter knallt mit seinen Drums angenehm kalt in die Botanik. Und obwohl ich leider zu den 70 Millionen Menschen in Deutschland gehöre, die nicht Platt snacken, habe ich das Outro bei "Eala Frya Fresena!" trotzdem verstanden (hah!) und konnte feststellen, dass Ostfriesen bei Banküberfällen recht locker reagieren. Zehn Minuten geile Mucke und ein bisschen dumm Tüch - da bin ich doch froh und dankbar für meine Repeat-Taste. (st)

7,5/10