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EAT THE GUN - Stripped To The Bone

VÖ: 22. November 2013
Steamhammer

Manchmal braucht es nicht allzu viel für eine gute Rockplatte. So wie im Falle von "Stripped To The Bone", dem vierten Album von Eat The Gun aus Münster. Oftmals ist weniger nämlich einfach mehr. Keine Intros, keine Experimente, kein Ballast - stattdessen zehn starke Songs, die für sich alleine sprechen. Komponiert wurden alle Songs dieses Albums lediglich auf einer Akustikgitarre und dabei lag der Fokus ausschließlich auf den Riffs, den Melodien und der Texte. Herausgekommen ist ein erdiges und furztrockenes Stück Rockmusik, das im Vergleich zum 2011er Album "Runner" vielleicht den Metal-Anteil ein bisschen zurückgeschraubt hat und stattdessen mehr auf Alternative Rock irgendwo zwischen Danko Jones und den Backyard Babies setzt. Dabei groovt das komplette Album ausnahmslos wie die Hölle, jeder Song trifft spätestens beim Refrain mitten ins Schwarze und packt den Hörer unmittelbar. Auch die abgespeckte Produktion (die trotzdem unglaublich druckvoll ist) erweist sich als gute Entscheidung. Aufgenommen von Stephan Hinz (H-Blockx) im bandeigenen Studio, dabei stets mit dem DIY-Gedanken im Hinterkops, verleiht "Stripped To The Bone" noch mehr Rock'n'Roll-Charakter, als so manche überproduzierte Scheibe heutzutage noch aufweist. Anspieltipps? Der mitreißende Opener "At The End Of The Day", das treibende "Wake Me Up" oder auch das tanzbare und eingängige "Apocalyptic Blues" - die, wie das komplette Album ohnehin, allesamt erfrischend "undeutsch" klingen.
Genau so muss, darf und sollte ehrliche Rockmusik klingen. (maz)

8/10