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ECNEPHIAS - Necrogod

VÖ: 28. Juni 2013
code666

Seien wir doch mal ehrlich, irgendwie ist Dark Metal doch nur der kleine, zahme Bruder vom Black Metal und so setzen auch Ecnephias zwangsläufig auf gefühlvolle Klänge und ich höre eine gute dreiviertel Stunde verständnislos zu und frage mich, geht das nicht alles ein bisschen schneller? Aber ich bin ja kein Banause und sehe erstens ein, dass es an der Ausführung und Produktion nichts zu meckern gibt und zweitens, dass die Vielfalt von "Necrogod" unmöglich zu Highspeed passen würde. Sicarius Inferni heißt der Zuständige für Keyboard und Piano und bietet Geklimper, Geflöte und Orgelmusik, des Weiteren gibt es sehr ansprechende Gitarrenmelodien von Nikko zu hören. Mir gefallen die rauen und variablen Vocals von Mancan am besten an dieser Scheibe und gerade wenn er zu Klargesang wechselt, kann er seine Herkunft nicht verleugnen und bringt so einen mediterranen Touch in die Musik ein. Eigentlich ist dieser Gesang das Einzige, was ich an "Necrogod" als "dark" empfinde. Die Italiener verbreiten vielmehr eine orientalische und positive Atmosphäre. Der Metal von Ecnephias ist definitiv nicht nach meinem Geschmack, aber auch wenn er nicht ganz so bombastisch und orchestral wie der von Rotting Christ und Septic Flesh ist, werden Fans dieser und ähnlicher Kapellen sicherlich ihre Freude daran haben. (st)

6,5/10