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EDGEDOWN - Statues Fall

VÖ: 25. April 2014
Massacre Records

Holla - was rotiert denn da in meiner Anlage? Kaum zu glauben, dass die geile Mucke, die aus den Lautsprechern dröhnt, nicht von alteingesessenen, hochdotierten Schwermetallern kommt, sondern ein Debütalbum darstellt. Die oberbayrischen Edgedown präsentieren auf "Statues Fall" genau den Heavy Metal Sound, der jeden Kuttenträger, egal ob jung oder alt, zu Begeisterungsstürmen veranlassen dürfte. Die Gitarrenarbeit könnte von den Axtschwingern von Judas Priest nicht sehr viel besser geleistet werden. Der cleane Gesang von Andreas Meixner ist fraglos einer der Besten, die ich in letzter Zeit kennenlernen durfte. Die geniale Stimme kommt einem trotz des gewissen Etwas und der Eigenständigkeit irgendwie bekannt vor. Ähnlichkeiten lassen sich vielleicht bei Fabio Lione (Rhapsody Of Fire) finden. Für einen Metaller durchaus als Kompliment zu verstehen ist, dass der Ausnahme-Fronter auf den ersten Blick Ähnlichkeiten zum jungen Hansi Kürsch oder Jack Black aufweist. Zugegeben, die Stil-Bezeichnung "Modern Heavy Metal" schreckte mich anfangs ab, allerdings hat man es bei Edgedown nicht mit einem Fall von "wir wollen klassischen 80er Sound machen, der verkauft sich aber nicht mehr so gut, also knallen wir da moderne Elemente mit rein" zu tun. Man hört in den Songs durchaus, dass die Bandmembers von Iron Maiden, Savatage, DIO usw. geprägt wurden und deren Stil wird fraglos verarbeitet. Dennoch klingt "Statues Fall" von der ersten bis zur letzten Note nach Eigenständigkeit, nach einem authentischen Werk aus Tradition und Moderne. Nach einem gesprochenen Intro knallt der Titelsong gleich mit der richtigen Energie los. Ein fantastisch arrangierter Song nach dem anderen folgt in schönster Headbangermanier, wobei auch ruhigere Passagen nicht vernachlässigt werden. Sehr schön umgesetzt ist z.B. "Wasting Time". Kaum zu glauben, dass Edgedown als Coverband begonnen haben und nun ein so hochwertiges Album auf den Markt bringen. Viel Wert legen die Nachwuchsmusiker auf straighten Metal mit fantastischen Melodien - nicht zu viel, nicht zu wenig. Das einzige Manko, dass das Album aufweist, ist, das nach dem balladenähnlichen Song "Flames", welcher mittels einer Akkustikgitarre unheimlich ergreifende Momente bekommt, bereits nach knapp 47 Minuten Feierabend ist. Von dieser Band braucht es ganz dringend mehr Songs, mehr Alben, mehr Gigs! (bc)

9/10