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EINHERJER - Norron

VÖ: 09. September 2011
Indie Recordings

Eigentümlich. Nicht zu verwechseln mit eigenartig. Anders kann man das neue Album der Viking Metal Vorväter nicht beschreiben. Ein sechs Song langes Album gleich mit dem knapp 13-minütgen "Norrøn Kraft" zu beginnen, ist schon ziemlich waghalsig, wenn es eben nicht eine solch erfahrene und charakterstarke Band wie Einherjer wäre. Vielschichtig, heimatverbunden, grimmig - trotz der Länge ein guter Start. Das folgende "Naglfar" ist nichts weiter als ein tollwütiger Tanz-Troll. Muss man gehört haben, um diesen Vergleich zu verstehen. Das knappe "Alu alu laukar" beginnt zwar mit einem AC/DC-Gedächtnisriff, wütet aber mit einem fies stampfenden Beat wie ein garstiger Bastard aus nordischer Wut und jüngeren Satyricon. "Varden Brenne" ist eine eigentümliche (da ist das Wort wieder) Hymne, deren tiefere Bedeutung wahrscheinlich offenbart wird, wenn man die norwegischen Texte verstehen würde. Im teils verspielten "Malmting" brettern die Nordmänner sogar mal drauflos, dass einem kurz richtig frostig um die Nase wird. Erwärmung verschafft das abschließende "Balladen Om Bifrost", was eben nichts anderes als eine Art Ballade ist. Nur eben auf Einherjer-Art. Wirklich eigentümlich. Unglaublich, die Präsenz dieses Wortes, doch nicht auf negative Weise. (sw)

7,5/10