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EISREGEN - Rostrot

VÖ: 09. Dezember 2011
Massacre Records

Ich wiederhole mich ja nur sehr ungerne, aber auf der einen Seite konnte ich den Eisregen-Hype nie so wirklich verstehen, aber auf der anderen Seite musste ich mich im letzten Jahr insofern "geschlagen" geben, als dass ich dem damaligen Album "Schlangensonne" satte acht Punkte geben "musste". Und auch das neunte Album der Thüringer kann wieder einmal auf ganzer Linie überzeugen. Musikalisch bewegt man sich nach wie vor zwischen mehr oder weniger keyboardlastigem Dark-, Death- und Black Metal, textlich - wie gewohnt - zwischen geschmackloser Morbidität, Rammstein-typischem Sarkasmus und dem obilagtorisch teutonisch rollenden "R". Das alles ist natürlich wenig neu, aber - und das muss man Eisregen wirklich hoch anrechnen - auch wirklich einzigartig. Man bedient sich keinerlei (erfolgreichen) Klischee-Formeln oder kopiert gar fremde Einflüsse, sondern verfolgt konsequent den eigenen Weg. Als Highlights entpuppen sich schnell das recht eingängige und hitverdächtige "Madenreich", das überlange "Ich sah den Teufel", das sehr schwarzmetallische "Blutvater" oder auch das ruhige und kritische "Kathi, das Kuchenschwein". Der Weg von Eisregen führt auch nach 16 Jahren Bandgeschichte langsam aber stetig unaufhaltsam nach oben. Man darf gespannt sein, wo die Reise eines Tages enden wird. (maz)

8/10