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ELECTROCUTION - Psychonolatry

VÖ: 08. Februar 2019
Goregorecords

2014 kehrten die italienischen Death Metal-Urgesteine mit "Metaphysincarnation" zurück. Seitdem sind zwar wieder drei Wechsel im Line Up, so dass heuer nur noch Fronter Mick Montaguti von der Urbesetzung übrig ist, aber ich glaube, die Frischzellenkultur tut gut. Electrocution zocken die derbe USDM-Schule, vergessen aber im Herz nie, wie mit "Inside The Unreal" 1993 alles begann. Man kann (Betonung auf "kann") sich im ersten Moment von der Präzision, der Produktion (bis zu einem gewissen Grad) und der technischen Ausübung (Drumming, die tiefen Gitarren) ins Bockshorn jagen lassen und die Italiener als "moderner" abstempeln. Selbst wenn ein paar Songs entsprechende Anleihen haben ("Misanthropic Carnage"), der Saitenbereich offenbart viel mehr Züge des brutalen/technischen Neunziger-Death Metal. Lead- und Solo-Gitarre leben und was Bassist Mat Lehmann so treibt, hat das zeitweilige Spotlight in einigen Songs redlich verdient. Da kann und muss man als Fan von Suffocation, Monstrosity oder auch Death ("Divine Retribution") einfach genauer hinhören, um am Schluss festzustellen, dass die Neueinspielung des alten Krachers "Premature Burial" das Ganze noch unterstreicht. Granaten wie "Of Blood And Flesh" oder "Organic Desease Of The Sensory Organs" sowieso. (sw)

7,5/10