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ENDSEEKER - Flesh Hammer Prophecy

VÖ: 20. Oktober 2017
FDA Records

Zwei Jahre haben die Hamburger Jungs von Endseeker an ihrem Longplay-Debüt geschraubt, welches ich dieses Mal mit weitaus positiverem Grundton genau so beschreiben würde, wie seinerzeit die "Corrosive Revelation"-EP. Denn Endseeker haben sich genau wie erwartet in die Richtung entwickelt, dass sie eben kein totaler Abklatsch des guten alten Schwedentod sind, auch wenn der knarzige HM2-Sound nebst passender Gitarren natürlich vorherrscht. Aber wie bereits bei der EP orakelt, ist die Absicht doch eine leicht andere. Das Intro "Into The Fire" - das Riff so dermaßen schwedisch, dass es fast weh tut, die Melodie dafür mehr modifiziert. Genau diese Kleinigkeiten machen Endseeker genau für diejenigen interessant, die eben keinen drölfundachtzigsten Schweden-Klon wollen. Die wollen einen Drummer, der im Hier und Jetzt wirbelt, einen Fronter, der nicht aus der Gruft kommt, sondern am Hamburger Hafen arbeitet. Und alle haben doch die gleiche Basis und pflügen zuhause die Koje um, wenn nach dem Intro der Titelsong los bricht und das Adjektiv "unnachgiebig" über "Demon Spawn", "Worshipping The Bloodthirty" bis zum Kreisvollender "Possessed By The Flame" aus den Boxen schallt.
Endseeker wollen eben etwas anders machen, was auch der Gastauftritt von Insidious Disease/ex-Morgoth-Frontröhre Marc Grewe in "Black Star Rising" zeigt, bzw. das zufriedenstellend umgesetzte Bolt Thrower-Cover "Powder Burns" (mutig, aber der Britenpanzer auf "knarzig" funktioniert in meinen Ohren nicht so richtig).
Fazit: Ganz überzeugt bin ich noch nicht, neugierig aber weiterhin. Ich werde das weiterhin beobachten. (sw)

7,5/10