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ENSNARED - Dysangelium

VÖ: 12. Mai 2017
Invictus Productions

Die ehemaligen Gravehammer liessen sich nach Demo und EP satte vier Jahre für ihren ersten Longplayer Zeit. Zumindest läuft "Dysangelium" wie aus einem Guss durch, was bei den sechs vollwertigen Songs auch an den fünf dazwischen platzierten "Interludes" liegt, die charakterlich nicht unterschiedlicher sein könnten, das ganze Album aber reizvoll zusammenhalten. Das Duo, welches in der Vergangenheit auch durch zwei Recken von Trial unterstützt wurde, wildert im Grenzbereich zwischen Death und Black Metal, wie es einst Dissection und Artverwandte taten. Jon Nödtveidt hat zumindest beim Titelsong deutliche Spuren hinterlassen, während man bei den anderen Songs auch gerne mal kleine Farbtupfer von Morbid Angel ("Crushing The Meek Of Heart") oder auch Emperor ("Gale Of Meskim") findet. Ensnared können viel und wollen einiges. Das Material ist abwechslungsreich und schlägt einige Haken - und das ohne Druckabfall. Passend dazu die klare Produktion und der kernig-raue Gesang, so dass morbide und allerorts düstere Grundatmosphäre gut eingefangen und auch gehalten wird. Songtechnisch bin ich mir aber sicher, dass da noch Luft nach oben ist. (sw)

7,5/10