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ENTRAILS - Raging Death

VÖ: 10. Mai 2013
Metal Blade

Bei den Wellen, die Entrails bereits mit ihren Alben "Tales From The Morgue" (2010) und "The Tomb Awaits" (2011) losgetreten haben, war es nur eine Frage der Zeit, bis ein größeres Label zupackt. Und jetzt erscheint - via Metal Blade - das dritte Album. Ziemlich umtriebig für eine Band, die in den frühen Neunzigern einfach zu faul war, irgendetwas an Musik zu konservieren. Schwedentod sei Dank, hat sich zumindest Ur-Gitarrist Jimmy Lundqvist eines Besseren belehren lassen und 2008 Blut geleckt. Und der Mann ist ein Original, umgibt sich nur mit entschlossenen Gleichgesinnten und haut mit "Raging Death" abermals ein Album raus, mit dem jeder Death Metal Freak Sense schwingend durch die Nachbarschaft wüten wird. Er weiß, dass "Carves To The Bone" die derbsten Geschwindigkeitsausbrüche haben muss, wenn hier schon der höchste Melodieanteil der Scheibe verbraten wird. Er weiß aber auch, dass ein Songtitel wie "Death League" einfach einen Monstersong erfordert, den der bettelnde Fan auch geliefert bekommt. Und noch viel mehr weiß der Mann, dass er mit seiner Mannschaft mit Leichtigkeit auch in unteren/mittleren Tempobereichen mächtigen Schaden anrichten kann ("Blood Hammer"). Und schlussendlich ist der Mann auch ein Schelm, was nicht nur an der Schriftform des Logos zu erkennen ist, sondern auch am Ending von "Cemetery Horrors", welches mehr als offensichtlich an Entombed's "Left Hand Path" angelehnt (hüstel …) ist. Doch genau genommen sind Entrails halt auch ein Original. Nur ein bisschen später. Ein klassischer Fall von Blindkauf ist "Raging Death" trotzdem. (sw)

8,5/10