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EPICA - The Quantum Enigma

VÖ: 02. Mai 2014
Nuclear Blast

Auf "The Quantum Enigma" loten die Niederländer von Epica einmal mehr ihre Grenzen aus. Die Truppe um Sängerin Simone Simons (die nach der Tarja-Ära lange Zeit meine Wunschkandidatin für das Nightwish-Mikro war), präsentieren sich auf ihrem sechsten Studioalbum ausgereifter, erwachsener und packender denn je. Groß angelegter Breitwandsound, der noch nie so bombastisch und episch daherkam und vor satten Chören, mitreißenden Hooks und Melodien nur so strotzt. Dazu eine Simone Simons, die einmal mehr ihr ganzes stimmliches Potential offenlegt (man höre nur mal "The Essence Of Silence"), dazu stets ansprechender Symphonic Metal, der einen fast durchgehend packt und dabei zwischen den eher selteneren und ruhigeren Passagen so hart und düster anmutet, wie nie zuvor ("Victims Of Contingency", "Reverence - Living In The Heart"). Natürlich erinnert so manches besonders in den härteren Momenten an (ältere) Nightwish, wie beispielsweise "Chemical Insomnia" - und wenn man etwas vom Gas geht, zwangsläufig auch an Within Temptation (vor allem bei "Unchain Utopia") - trotzdem haben Epica längst ihre eigene Nische gefunden und sind sich selbst für die in diesem Genre eher belächelten männlichen Growls nicht zu schade (die zwar sehr spärlich eingesetzt werden, dann aber meistens für das letzte i-Tüpfelchen sorgen).
"The Quantum Enigma" ist ganz großes Bombast-Kino, das trotz Überlänge (70 Minuten Spielzeit) zu keiner Zeit langweilig wird und zudem eins der besten female fronted Symphonic Metal Alben der letzten Zeit ist. (maz)

8/10