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EREB ALTOR - Blot - Ilt - Taut

VÖ: 11. März 2016
Cyclone Empire

Es kam ja fast mit Ansage. Party.San Open Air 2014 - "Blood Fire Death". Hamburg, Bambi Galore 2015 - "Twilight Of The Gods". Ein Bathory-Tribute-Album von Ereb Altor erschien irgendwie unumgänglich. Aber wie macht eine Band solch ein eigentlich unmögliches Unterfangen möglich, wenn sie von allzu Unwissenden nur als Bathory-Coverband hingestellt wird?! Mit größtmöglich respektvollster Ehrerbietung. So, wie jeder Redner auf Lemmy's Gedenkfeier seine eigene Version von "seinem" Lemmy hatte und doch immer die gleiche Essenz zu Tage kam, so fühle ich, wie Ereb Altor die Essenz der Songs "A Fine Day To Die", "Song To Hall Up High", "Home Of Once Brave", "The Return Of Darkness And Evil", "Woman Of Dark Desires", "Twilight Of The Gods" und "Blood Fire Death" nahezu vollständig aufrecht erhalten und sie trotzdem Ereb Altor bleiben.
Ich schätze, dass Puristen sich von vornherein nicht nur stören, sondern vielleicht auch mächtig aufregen werden, wenn sie "A Fine Day To Die" mit richtigem Gesang hören. Oder wenn aus "Song To Hall Up High" ein quasi richtiger Song, mit Stromgitarre und Drums wird. "The Return Of Darkness And Evil" klingt auch nach Ereb Altor und nicht mehr nach Venom (*hüstel*). Gleiches gilt für "Woman Of Dark Desire", weil das Tempo bis auf den Refrain auf "epic" herunter geschraubt wurde und daraus eine mächtige, grimmige Nummer wurde. Schlimm?! Tja, die Gretchenfrage. Mit "Twilight Of The Gods" ist kein Falsch möglich und auch, dass "Blood Fire Death" mehr richtigen Gesang besitzt, finde ich persönlich nicht schlecht.
Was ist "Blot - Ilt - Taut" (was alt-schwedisch ist und natürlich "Blood - Fire - Death" bedeutet) also im Endeffekt? Eben ein Tribute-Album, welches sich aus meiner Sicht gewaschen hat. Musikhistorisch hat das Album zehn Punkte verdient, aber ein klitzekleines Bisschen könnte ich verstehen, wenn sich doch jemand über diese mit Herzblut und Leidenschaft getränkten Versionen aufregt. All hail Quorthon - all hail Bathory! (sw)

9/10 (musikhistorisch 10/10)