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ERODED - Necropath

VÖ: 27. Juli 2018
FDA Records

Grave, Bolt Thrower, Benediction, Massacre, Unleashed, Autopsy … liegen "Eroded" und miteinander vermischt auf dem Friedhofsboden. Drei italienische Totengräber mit schlechter Laune kommen mit einer großen Schippe, laden sich die Karren randvoll, lassen ihren Schweiß in das gesammelte Gemisch abtropfen und rühren nochmal kräftig um. Und bevor du dich versiehst, bist du auch schon mittendrin im Strudel der Old School Verfechter Eroded, die mit ihrem zweiten Longplayer dem Titel entsprechend den "Necropath" wahrlich zelebrieren. Dabei muss man kein Hellseher sein, dass Innovationen hier nicht zu erwarten sind. Ähnlich wie die Labelkollegen von Slaughterday und ähnliche Verdächtige, ist hier die tiefe Verbundenheit zum Genre und die bedingungslose Leidenschaft Herr der vorliegenden 35 Minuten und 31 Sekunden. Mit stoisch-charmanter Engstirnigkeit wird hier das Dreigestirn speedig/doomig/planierend auf acht Songs verteilt, dass kaum Zeit zum Verschnaufen bleibt. Es sind zwar nicht immer die weltbesten Riffs, dennoch ist "Necropath" ein konstanter Sitzfleischtreter, der sich mit Vehemenz seine Opfer sucht und diese auch erlegt. Hasenfüße können sich ja erst mal am Titelsong, "Last Altar Shall Be Affliction" oder "Apocalyptomb" versuchen.
Und nur so nebenbei: Old School Death Metal Freaks der Achtziger bekommen von Eroded obendrein noch ein kleines, aber feines Geschenk - kein einziger Blastbeat! (sw)

8/10