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ESCAPE THE FATE - Ungrateful

VÖ: 10. Mai 2013
Eleven Seven Music

Muss man Escape The Fate überhaupt noch irgendwem vorstellen? Längst ist der Las Vegas Fünfer berühmt, berüchtigt, geliebt und gehasst, hat sein Rockstarleben in vollen Zügen genossen und will mit dem neuen Album "Ungrateful" nun wieder auf den Boden der Tatsachen zurückkehren. Dabei verwertet die Band alles, was sie bereits auf ihren vorherigen Alben richtig gemacht hat - inklusive des typischen "Escape The Fate-Sounds". Eigentlich verwunderlich, denn Label, Rythmusgitarrist, Produzent und auch die Einstellung der Band haben sich geändert. Die Band selbst behauptet zwar, "wir sind jetzt eine komplett neue Band", aber gut, das behauptet nun jede Band von sich und auch bei Escape The Fate sind das im Grunde nur hohle Phrasen, denn das Album klingt genau so, wie man es erwartet hat - der große Wandel bleibt also aus. Aber das macht überhaupt nichts, denn Escape The Fate sind nunmal eben Escape The Fate und zeigen mit über drei Millionen Facebook-Likes doch recht deutlich, wo sie stehen. Da ist es nur verständlich, genau dort weiterzumachen und seinem Stil treu zu bleiben. Mit Gesang der zum Mitmachen anregen soll und einzeln gesetzten Shouts, geht Sänger Craig Mabbit genau den Weg, der bereits früher zum Erfolg geführt hat. Fans der ersten Stunde werden also keinesfalls abgeschreckt, auch wenn der Titelsong, der im übrigen wirklich gut als Opener gewählt wurde, aufgrund seiner gleich zu Beginn einsetzenden Dancefloor-Attitüde zwar anfangs etwas ungewöhnlich wirkt, aber letztendlich perfekt auf das gesamte Album einstimmt. Jeder Song wirkt dabei sehr durchdacht und es überrascht immer wieder, wie jeder davon seinen individuellen Charakter bekommt und dennoch alle Titel das richtige Maß an gemeinsamem Grundsound haben. Alles klingt stimmig und passt super zusammen, die Soli sind gut platziert, die Refrains laden zum Mitsingen ein, die harten Parts treffen genau, die Strophen verbreiten gute Laune und auch alles andere passt, wackelt und hat Luft. Wem die Band vorher gefiel, der wird auch "Ungrateful" lieben - wer die Band bisher nicht mochte, lässt ohnehin besser die Finger davon. (zeo)

8/10