Impressum Startseite
Reviews Interviews Live Specials

ESCARNIUM - Interitus

VÖ: 14. Oktober 2016
Testimony Records

Ich komme immer wieder zum selben Ergebnis. "Interitus" ist ein ganz fieser, erbarmungsloser Flächenbrand, aus dem kein Entkommen ist. Die Söldner-Truppe aus Salvador vernichtet binnen acht Songs jedes noch so kleine und unbedeutende Hindernis auf ihrem Death Metal-Raubzug. Dabei wird Satan sei Dank nicht nur (aber schön viel) geblastet, sondern das Tempo auch an den richtigen Stellen variiert und in den Doublebass-getränkten Slow-Passagen mit Hilfe von "Melodie" auch ein wenig gen Nile-lismus geschielt. Verkopft oder verfrickelt ist hier nichts, technisch sind Escarnium aber voll auf der Höhe, was die Hinterhältigkeit ihrer Granateinschläge noch mehr untermauert und sogar Raum für saubere Soli lässt. Innovation darf man nicht erwarten, Langeweile aber auch nicht, was die sechsminütigen "Starvation Death Process" und "The Gray Kingdom" beweisen. Die Mission von Escarnium heißt Vernichtung. Und die wird mit "Interitus" erfüllt. Wer sich diesem Album in den Weg stellt, darf auf jeden Fall kein Mitleid erwarten. Das gesprochene Intro-Sample "Macabre Rites" als Einleitung zu "Genocide Ritual" spricht hierfür Bände. (sw)

8/10