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ESOTERIC - Paragon Of Dissonance

VÖ: 11. November 2011
Season Of Mist

Lasst euch nicht vom Bandnamen täuschen. Dieses Album ist ein Ungetüm. Zwei CDs, sieben Songs, 94 Minuten, Herkunft: England - die Marschrichtung ist klar. Funeral Doom Death der gemeinen Sorte. So schwere Melancholie ist mir selten untergekommen. Allein der Opener "Abandonement" regelt sofort alles! Der Doom Beginn, der ruhige Mittelpart als Gegenpol, die unerwartete Wendung zum Ende, die einsame Lead-Gitarre und die sich zur Hysterie türmenden Vocals - kein Erbarmen. "Loss Of Will" - der Titel spricht für sich. "Cipher" entwickelt zum Ende ein Schneeballprinzip der unangenehmsten Art - als würde dich das ganze Elend der Welt immer und immer wieder überrollen, bis dich die Unbarmherzigkeit einfach achtlos fallen lässt. Und immer wieder diese abgrundtiefen Vocals mit ihren markerschütternden Schreien. So vertont man Traurigkeit, Schmerz, Verzweiflung und - in gewisser Form, so werden mir manche beipflichten - Schönheit. Doch wer die erste Runde nicht ohne Standleitung zum Psychiater überlebt, sollte sich erst gar nicht an CD 2 heranwagen. Die ist trotz gleich bleibendem Grundprinzip schlichtweg noch fieser. Eine höllisch intensive Erfahrung der abgrundtiefsten Art. (sw)

8/10