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ESSENZ - Manes Impetus

VÖ: 10. August 2018
Amor Fati Productions

Auf die Gründe, warum Essenz seit 2007 völlig an mir vorbei dampfen, brauche ich nicht eingehen. Veröffentlichungsflut - olé! Aber den vorliegenden dritten Longplayer lasse ich mir als Erstkontakt nur allzu gerne gefallen. Wer mir mit einem elfminütigen "Peeled & Released" und einem fast siebenminütigen "Unfolding Death" die Lauscher dermaßen auf Kurs prügelt, hat Aufmerksamkeit verdient. Mit der Wucht des Death Metal (wobei ich die Vocals auch dezent in diese Richtung schieben würde), der Rabiatheit und Rasanz des Black Metal (nebst entsprechender Riffs, die durch die fette Produktion richtig drücken) und derbe doomigen Bremsmanövern ("Amortal Abstract"). Interessant ist die Tatsache, dass sich das Material in einem Fluss befindet, der einzelne Momente schwerlich greifbar macht. Der Sog an sich sorgt aber dafür, dass man als Hörer permanent bei der Stange bleibt/bleiben will. Zugegeben, die neuneinhalb Minuten "Sermon To The Ghosts" sind für mich vergebene Zeit (dementsprechend sinkt "meine" CD-Spielzeit unter die 50 Minuten-Marke), andere Bands würden daraus wahrscheinlich gleich fünf Intros klöppeln. Aber ein rabiater Shorty wie "Apparitional Spheres", der zweite Longtrack "Randlos Gebein" (und nein, ich nörgele hier mal nicht über die deutsche Sprache!) und das sich kraftvoll auftürmende "Ecstatic Sleep" entschädigen vorzüglich.
Erstkontakt meinerseits geglückt - darf gerne so weiter gehen. (sw)

8,5/10