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EVIL-LčN - Disciple Of Steel

VÖ: 25. Mai 2018
No Remorse Records

Evil-Lÿn aus Finnland machen im Endeffekt nichts anderes, als die Scheiben, die ich in jüngster Vergangenheit als "okay" abgefrühstückt habe. Klassischer Metal wird geboten, der seine Iron Maiden, Running Wild, den Dio und noch ein paar andere selbstverständlich verinnerlicht hat. Sei es nun mit speediger Kante ("Survive The Night", "Tengel"), in die Schlacht ziehend als klassischer Midtempo-Stampfer ("Iron On Iron"), mit getragenen Momenten ("Shadow Soldier") oder schön galoppierend (Titelsong, "Hellfire") - für jeden ist etwas in den knapp 41 Minuten dabei. Rifftechnisch wird hier zwar auch nichts neu erfunden und gerne mal wiedergekäut, aber die Produktion drückt, die Soli haben Biss und Sänger Lasse Heinonen (nicht wahr?!) gefällt mit seinem mittleren Timbre, welches ihn zu Beginn von "Last King Of Thunder" sogar nach einem gewissen "Peavy" klingen lässt.
Was aber anders ist und zumindest bei mir eine Sieben mit Hoffnungsschimmer nach oben rechtfertigt, ist die Umsetzung. Das Quintett geht dynamischer, ein wenig angriffslustiger, einfach spielfreudiger und auch ein kleines bisschen naiv zu Werke. Muss man nicht als essentiell ansehen, darf aber gerne im Auge behalten werden. (sw)

7/10