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EXHUMED - All Guts, No Glory

VÖ: 15. Juli 2011
Relapse Records

Wenn man sich ein bisschen mit der Diskografie von Exhumed beschäftigt, stellt man fest, dass die Band zwar erst drei Studioalben auf den Markt geschmissen hat (und das trotz zwanzigjährigem Bandbestehen), dafür aber unglaublich viele Demos, EPs, Split-EPs und Compilations herausgebracht hat.
Nun liegt endlich die vierte Vollzeitscheibe "All Guts, No Glory" vor und da kann man dem geneigten Hörer nur wünschen, dass gut trainierte Nackenmuskeln vorhanden sind. Die Jungs aus der schönen San Francisco Bay Area knallen einem nämlich ihren rohen, schnellen und aggressiven Death Metal gnadenlos um die Ohren. Einflüsse von Thrash Metal und Goregrind lassen sich nicht verhehlen und das hört man vor allem beim Gesang, da gibt es nämlich - wie bei Exhumed üblich - nicht nur Thrashgeshoute, sondern auch Gegrowle. Außerdem findet sich in fast jedem Song ein schickes Gitarrensolo. Zur Abwechslung wird das Tempo am Ende eines Songs auf SloMo gedrosselt, bei einem Lied hört man Glocken und es gibt auch mal ein heiser geschrienes Outro. Das lockert die ansonsten schnörkellose, goregrindige Deathwalze etwas auf.
Exhumed verstehen es, Death Metal, Thrash Metal und Goregrind perfekt zu mischen und haben sich erfreulicherweise nicht großartig weiterentwickelt. Das wäre nach so einem grandiosen Album wie "Slaughtercult“"sicher nach hinten los gegangen. Bei "Slaughtercult" sind die Amis übrigens noch einen Tick räudiger und rabiater als beim vorliegenden Scheibchen zu Werke gegangen. Also, wem der Vorgänger "Anatomy Is Destiny" gefallen hat, kann auch hier bedenkenlos zugreifen. (st)

8,5/10