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EXPOSED TO NOISE - Stories Of A Fragile Twilight

VÖ: 29. August 2008
Yonah Records

Ohne den geringsten Hauch einer Ahnung, was mich bei dieser Truppe aus Dortmund erwarten wird - das Debütalbum "A Reference To Desolation" (2005) ist mir gänzlich unbekannt - fand deren zweites Album "Stories Of A Fragile Twilight" nun den Weg in meinen CD-Player.
Nach dem Intro (sehr ruhig, aber mit Vocals), zuckt man beim zweiten Song förmlich zusammen. "Desolation" knallt sofort ins Ohr, und zaubert mir gleich ein kleines Leuchten in die Augen. Ja, das ist Musik, die ich mag! Metalcore, Screamo - egal, wie man's nennen möchte. Entscheidend ist nicht die Schublade, in die man eine Band steckt, sondern die Musik, die sie machen. Und die ist im Falle von Exposed To Noise wirklich ansprechend. "Fading Day", der Titelsong oder auch "Fragments" sind fast schon kleine Hits, während es die Band allerdings auch versteht, etwas ruhigere Töne (zumindest in den Strophen) anzuschlagen, etwa bei "Hostile Waters" oder "Last Transmission". Und spätestens hier fällt äußerst positiv auf, dass Sänger Stefan Hüsing im cleanen Bereich eine wirklich verdammt gute und angenehme Stimme hat - oftmals ein Defizit bei vergleichbaren Bands. Da blitzen hier und da sogar leichte Sonic Syndicate-Anleihen auf, und die Riffs und Grooves sind mitunter wirklich erste Sahne.
Man muss aber auch eingestehen, dass auf "Stories Of A Fragile Twilight" nichts neu erfunden wurde, und man auch keine spektakulären Innovationen erwarten darf. Exposed To Noise haben einfach ihr Ding durchgezogen und Album abgeliefert, das ohne Ausfälle durchgehend Spaß macht. (maz)

8/10