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FACELESS BURIAL - Grotesque Miscreation

VÖ: 16. März 2018
Blood Harvest

In Australien ticken die Uhren einfach anders - muss wohl an der Abgeschiedenheit liegen …
Was dieses junge Trio aus Melbourne auf seinem Longplay-Debüt veranstaltet, lässt so einige Münder offen stehen. Als wüssten sie ganz genau, wie viel Technik notwendig ist, um anspruchsvoll zu klingen, ohne dabei gesichtslos durch die Gegend zu schreddern. Oder dass ein amtlich groovendes Downtempo manchmal mehr als nur die halbe Miete ist - höre den kräftigen Titelsong. Ami-Freaks können trotzdem aufatmen, Tempo gibt es wahrlich genug. Wohl dosiert, dadurch noch explosiver und immer mit den richtigen Bremsmanövern, die immer wieder die alte Schule zitieren. Ein Eintopf aus Morbid Angel, alten Cannibal Corpse, Obituary, Incantation in "normal" und einer Liebe zu finnischem Tiefgang. Eingebettet in einen fetten organisch-modrigen Sound, der ganz nebenbei sehr eindrucksvoll die Echtheit des ausübenden Schwerstarbeiters am Schlagzeug unterstreicht. Und neben kurzen Schlitzern wie "Seeping Aberrational Fissures", "Dominion Of Swelling Flesh And Chaos" oder "Exocriate" punkten Faceless Burial noch mit der Fähigkeit, ihre Intensität auch in Langform darzubieten, womit "Black Ovulation" ein knapp 36-minütiges, äußerst brutales Vergnügen beschließt. Eine echte Überraschung! Und voll Underground … nicht mal 'ne Facebook-Seite! (sw)

8/10