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FÄULNIS - Antikult

VÖ: 10. März 2017
Grau Records

Eingangs muss ich erwähnen, dass ich persönlich so meine Probleme mit Post Black Metal habe. Generell sagen mir 99% der Bands einfach klanglich nicht zu. Daher finde ich auch den Sound von Fäulnis und dem dazugehörigen Album "Antikult" arg gewöhnungsbedürftig. Daher stufe ich das Ganze einfach mal als "Geschmackssache" ein. Aber auch, wenn "Antikult" klanglich kaum klassischen Schwarzmetall bietet, bleibt doch der ein oder andere Titel angenehm im Ohr. Ironischerweise sind das dann aber die Stücke, die am weitesten vom Black Metal wegrücken. Die paar "Ausrutscher", bei denen heftigst der Knüppel ausgepackt wird, harmonieren meiner Meinung nach nämlich nur wenig mit der Stimme des Sängers. Da machen die übrigen Nummern, mit ihrem sehr doomigen und schleppenden Klangbild, irgendwie mehr Stimmung. Überhaupt ist der Sound von "Antikult" eher drückend. Dazu kommen noch kleine noisige Momente, eine gehörige Packung Punk und (was sehr erfrischend anmutet) eine Prise Black'n'Roll. Die Aufnahmequalität ist (wahrscheinlich gewollt) leicht ranzig und sorgt so für einen ganz eigenen Kellercharme und auch das Albumcover besticht durch eher einfache, leergeräumte Optik (schwarz, weiß, braun, Hintergrund komplett schwarz) und könnte so bei etwas anderer Farbgebung auch ein Punkrock-Album zieren.
Also an sich alles sehr stimmig und wenn einem das Genre generell zusagt, dann kann man "Antikult" sicherlich als gutes Album bezeichnen, sollte dann also definitiv ein Ohr riskieren. (cl)

7,5/10