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FALL OF EMPYREAN - A Life Spent Dying

VÖ: 14. Mai 2010
Grau Records

Eines ist erst mal sicher - die Amis dürften ziemlich große Fans der alten My Dying Bride ("Turn Loose The Swans" und abwärts) sein. Auf ihrem dritten Album suhlen sie sich weiterhin in Melancholie und geben im Gegensatz zu den Briten noch eine Portion mehr Verträumtheit hinzu. Die Umsetzung wirkt insgesamt etwas "luftiger", so wie ganz alte Amorphis oder auch Katatonia. Ergo in Bezug auf den Depri-Faktor handzahmer. Was mir persönlich fehlt, ist die wirkliche Eigenständigkeit, die letzte Konsequenz in der Vollendung wahrer Traurigkeit. So ist "A Life Spent Dying" (welch wahrer Titel eigentlich) ein Album geworden, das man wunderbar nebenbei hören, und sich z.B. von den beiden Akustik Intermezzi "Anhedonia" und "Lifeless In My Arms" auch mal in den Schlaf wiegen lassen kann. Zum Seele reinigenden traurig sein fehlt - trotz 10-jähriger Erfahrung - mir doch noch ein wenig. Vollzeit-Melancholiker und Freunde verträumter Klänge könnten beim Anchecken aber vielleicht weich werden. (sw)

6,5/10