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FALLEN SAINTS - Evolution Has Failed

VÖ: 07. November 2014

Fallen Saints hatten seit jeher das Death Metal Herz am rechten Fleck. Das wusste ich schon Ende 2000, als ich sie zum ersten Mal live sah und sie geschmackvoll "Winter" von Desultory coverten. Der vorliegende dritte Longplayer zeigt das genauso klar, wie die Tatsache, dass Fallen Saints ihre eigene Art haben, Death Metal zu zelebrieren, ohne wie eine Kopie zu klingen. Es ist viel mehr wie ein roter Faden auf Charakterebene, so dass man bei "Evolution Has Failed" durch spitzfindige Kleinigkeiten wohlig an exquisite Namen wie Dismember, Gates Of Ishtar, Amorphis, Morgoth, Obituary oder auch Cancer erinnert wird … viel Spaß beim Suchen. Interessant ist, dass sich die Band mit "melodischem und schnellem Death Metal" beschreibt. Dabei sind die Tempoausbrüche definitiv in der Minderheit, wirken dadurch aber viel besser. Das macht "Evolution Has Failed" im Vergleich zu vielen "höher-schneller-weiter"-Releases sehr wertvoll und die schön transparente Produktion mit den regelrecht angenehm "hintergründig" gemischten Vocals von Sänger Oli (van Drunen trifft auf Grewe und Tardy beim Glühwein) hilft dabei. Songmäßig läuft "Evolution Has Failed" wie in einem Guss durch. Da ist es schwer, unter den elf Songs ein Highlight zu finden. Persönlich empfehle ich den Opener "Deathknight" mit seinen Thrash-lastigen Doublebass-Strophen, den treibenden Titelsong und das (positiv!) verloren anmutende "White Sands". Mit dem abschliessenden "History" haben Fallen Saints dann aber noch einen ähnlich charakterlich "andersartigen" Rausschmeißer, wie es z.B. Dismember auf dem zweiten und dritten Album umsetzten. Die Genrefans wissen schon Bescheid und dürfen sich über ein schickes Kleinod in Sachen German Death Metal freuen. (sw)

8/10