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FASTKILL - Bestial Thrasing Bulldozer

VÖ: 29. Juni 2012
Pulverised Records

Japanische Bands hatten schon immer ihre ganz eigene Art des Ausdruck in Sachen Metal. Die 1996 gegründeten und mir bis jetzt noch unbekannten Thrasher von Fastkill schlagen in die gleiche Kerbe und hinterlassen offene Münder mit ihrem dritten Album. Das ist Thrash Metal nach meinem Geschmack. Rasiermesserscharfe Riffs schlitzen sich mit den fast an High End grenzenden Offbeats pfeilschnell durch die Eingeweide, die Soli sind herrlich aggressiv gezockt und alles hat einen leichten Hang zum (kontrollierten) Wahnsinn. Und mittendrin Fronter Toshio Komori. Leute, der Typ klingt, als würde ich dem Cocker Spaniel meiner Nachbarn permanent auf den Schwanz latschen und er würde dabei trozt Schmerzen unerbittlich versuchen, mich kleffend in die Flucht zu schlagen. So ein hysterisches Geschrei ist mir in über 20 Jahren Metal nicht untergekommen. Kann man so was ernst nehmen? Nein, man muss sich manchmal einen lauten Lacher verkneifen. Und ja, weil er sein Ding gnadenlos durchzieht und es irgendwie doch zum Sound passt. Die Produktion selbst ist nicht gerade das Gelbe von Ei, aber auch die passt irgendwie zum skurrilen Charme der Nippon Thrasher. Zieht euch mal wahnwitzige Energiebündel wie "Die In The Pentagram", "Stench Of Hell", "Tortured Again", das Niragobo-Cover "Endless Game" oder "Guillotine Attack" (der einzige Song, für den das Grundtempo ETWAS reduziert wird) rein. Fastkill lassen dem Hörer nicht viele Möglichkeiten. Entweder schreiend wegrennen oder sich huldigend dem "Bestail Thrashing Bulldozer" ergeben. I am on my knees! (sw)

8/10