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FATAL EMBRACE - Slaughter To Survive

VÖ: 20. November 2015
Iron Shield Records

Das Fatal Embrace-Longplay-Debüt "The Ultimate Aggression" erschien 1999 zu einer Zeit, als noch keiner etwas von der "neuen" Thrash Welle hören wollte. 2002 erschien "Legions Of Armageddon" und danach habe auch ich irgendwie verpennt, der Band die Stange zu halten und somit zwei Alben verpasst. Was tun die Berliner dagegen? Sie tun das, was sie immer getan haben. Sie schlachten, um zu überleben. Der Titel erscheint fast autobiografisch. Aber jammern wir nicht lange herum - "Slaughter To Survive" ist genau das Thrash Metal Album, welches man von Fatal Embrace erwartet … und welches mir genau den Eindruck vermittelt, "Alter, wärst du mal besser 'bei uns' geblieben!". Klassische Thrasher wie der Opener "Revelation", der Titelsong oder die knackigen "Order To Kill" und "Captured In Spite" (clevere Adaption von Slayer's "Live Undead"-Riff) will jeder Thrasher, der etwas auf sich hält, auch genau so hören. Für ein bisschen R'n'R-Feeling sorgen derweil "Hellhounds" und das Twisted Sister-Cover "Stay Hungry", welches mit Heiländer's rauen Vocals perfekt in den Bandsound integriert wurde. Und da Fatal Embrace eine Band mit Echtheitszertifikat ist, können sie auch Druck im Midtempo machen, ohne die Thrash-Flagge auf Halbmast zu setzen ("Enslaved And Fallen", "Penetrate The Night"). Mit diesem Album im Ohr und den Blick zurückwerfend, stellt sich mir wieder eine dieser rhetorischen Fragen: Hätten Fatal Embrace nicht eigentlich schon viel früher vor der eigentlichen Retro Thrash Welle eine solche anführen müssen?! Aber solche Dinge passieren leider irgendwie. (sw)

8/10