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FATES WARNING - Theories Of Flight

VÖ: 01. Juli 2016
Inside Out

Sollen Dream Theater doch schwächeln. Die Proggies haben ja noch Fates Warning. Und die haben sich dieses Mal nicht so viel Zeit gelassen, um ein neues Album einzuspielen. Dabei hatte Jim Matheos eigentlich genug mit den "Awaken The Guardian"-Anniversary-Gigs zu tun. Was da noch passieren wird, wird die Zeit zeigen. Aber die konstante Fates Warning-Mannschaft beweist mit dem neuen Album, wer im Prog Metal-Zirkel derzeit die Hosen an hat. "Theories Of Flight" ist wirklich unfassbar geil! Das Album startet mit "From The Rooftops", dessen Beginn fast so schön unaufdringlich ist, wie ich das letzte Album "Darkness In A Different Light" in Erinnerung hatte. Auf einmal reisst sich der Song aber los und prescht ziemlich forsch (das Solo!) nach vorne. Schon jetzt kann die Konkurrenz nur beeindruckt schlucken. Mit "Seven Stars" scheint sich fast die "Routine" einzuschleichen, an Position Zwei den "Hit" des Albums zu platzieren (remember "Through Different Eyes", "Firefly" oder "Midnight Serenade" vom Arch/Matheos-Album?!). Dieser Song und das folgende "SOS" sind die leuchtenden Sterne des nunmehr zwölften Fates Warning-Albums! Unglaublich, wie man solch großartige, sich fest fressende Melodien in derart intelligente, unvergleichlich dynamische Rhythmik integrieren kann. Ray Alder liefert hier abermals eine - John Arch in allen Ehren - gesangliche Weltklasse ab. Punkt. Die beiden Longtracks "The Light And Shade Of Things" (mit besinnlichen Ruhepolen) und "The Ghosts Of Home" bieten nicht weniger als das volle Programm und auf der härteren Seite brillieren "White Flag" (mit fordernder Rhythmik und einem simplen, aber hocheffektiven Refrain) und speziell "Like Stars Our Eyes Have Seen", welches meisterlich aufzeigt, wie "modern" Prog sein darf, solange kein gesichtsloser Schreihals in der Nähe ist. Der Titelsong gibt derweil den leisen Ausklang eines in allen Belangen top ausgearbeiteten Albums! Keine Höchstnote, nicht mal kurz davor? Dazu braucht es den Vergleich mit der reichhaltigen Bandhistorie und den maße ich mir nicht an. Deswegen ist "Theories Of Flight" aber nicht minder überragend! (sw)

9/10