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FAUN - Luna

VÖ: 05. September 2014
We Love Music

Erst Anfang 2013, also 14 Jahre nach ihrer Gründung, gelang der Pagan-Folk-Band Faun aus dem Raum München mit dem Album "Von den Elben" der endgültige Durchbruch. Doch viele der älteren Fans waren wenig begeistert. Durch den neuen Deal mit dem Major-Label Universal Music mussten Kompromisse eingegangen werden. So gab es erstmals auch externe Songschreiber, insgesamt wurde das Album als sehr poppig und leicht zugänglich beschrieben und das auf dem Album enthaltene Duett mit Santiano, sowie ein Fernsehauftritt in der volkstümlichen Sendung "Willkommen bei Carmen Nebel" lag so manchem Fan quer im Magen.
"Luna" handelt nun thematisch von den Mythen des Mondes und knüpft nur bedingt an "Von den Elben" an. Nach dem ersten Durchlauf fallen zwei Dinge im Vergleich zum Vorgänger schnell auf. Solche Hits wie "Mit dem Wind" oder "Tanz mit mir" fehlen auf "Luna" gänzlich und zudem legt man auf diesem achten Album viel mehr Wert auf ruhigere Klänge. Der Opener "Walpurgisnacht" ist zwar noch ein recht flotter und poppiger Folk-Song mit Mittelalterflair und auch das Duett "Buntes Volk" mit Michael Rhein von In Extremo, ist noch durchaus packend inszeniert. Sehr vieles bewegt sich allerdings im Bereich von mystischen und sinnlichen Balladen: "Menuett", "Hekate", "Cuncti Simus", "Frau Erde" oder "Hymne der Nacht" sind allesamt sehr ruhige, fast schon zerbrechliche Songs.
"Luna" ist unterm Strich eine (zu) ruhige Angelegenheit, der leider die wirklichen Hits und ein paar packendere Songs fehlen. Da hat mir "Von den Elben" ein ganzes Stück besser gefallen. (maz)

6/10