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FLOTSAM AND JETSAM - The End Of Chaos

VÖ: 18. Januar 2019
AFM Records

Seit nunmehr 30 Jahren geht es bei Flotsam And Jetsam immer mal wieder rauf und runter. Keiner weiß so wirklich genau, warum diese Band keinen überragenden Status in der Metalwelt hat. Ein Grund mag eben dieses Auf und Ab sein. Vorweg sei geschrieben, "The End Of Chaos" ist ein sehr gutes Album, also nach dem guten Vorgänger "Ugly Noise" keine Verschlechterung, sondern besser. Ein erneuter Wechsel an den Drums hat nicht geschadet, Ken Mary macht am Schlagwerk einen geilen Job. Erik AK Knutson als Vocalist der Band ist gewohnt stark, wenn man seine Stimme denn für diese Art von Musik mag. Dies ist wohl ein weiterer Faktor für den ausgebliebenen ganz großen Ruhm. Seine Stimme hat eine melodische Farbe, im Kontrast zur Musik, also kein richtiger Metalshouter. Ich finde jedoch seine Stimme holt die Musik genau dahin, wo ich sie haben will. Musikalische Grundhärte mit melodischem Einschlag. Manch ein Metalfan oder Kritiker mag das anders sehen, ich nicht. "Prisoner Of Time" ist der genau richtige Opener des Albums - schnell, hart mitnehmend, aber eben auch in seiner Art catchy. "Live your live without regret, don't be a prisioner of time", diese Textzeile darf man ruhig als Bandmotto verstehen. Im Verlauf des Albums wird das eingeschlagene Tempo nicht mehr gedrosselt, keine Balladen, keine Midtempo-Nummern, nur Vollgas. Nach rund 50 Minuten Spielzeit darf man beruhigt den Repeatknopf drücken und die Fahrt noch einmal genießen. Wird nicht schlechter, sondern besser. (stl)

8/10