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FLUISTERAARS / TURIA - De Oord (Split)

VÖ: 28. September 2018
Eisenwald

An einem gewissen Ort trifft unser Rhein auf den niederländischen Fluss Waal. Solch einen Ort nennt man in der Nachbarslandessprache "De Oord". Dieser liegt nicht nur zwischen den Heimatstädten der beiden hier agierenden Bands (Arnheim und Nijmegen), sondern eben auch im Gelderland (wo aktuell wirklich viel Schwarzmetallisches produziert wird). Darüber hinaus liegt dort auch das Klaverland Studio, wo beide Bands ihre Longtracks für die Split aufgenommen haben. Da ist es ja nur logisch, dass das Fluisteraars-Outro fließend zum Intro für Turia wird.
Das verzweifelt wirkende "Oeverloos" von Fluisteraars ebnet sich im schwermütigen Downtempo den Weg durch seine knapp 15 Minuten, die Vocals sind kraftvoll, aber im Grundcharakter auch zerbrechlich. Wie auch bei den zeitgleich debütierenden Solar Temple ist es "mal wieder" das instrumentale Finish, dem man bei schlechter Tagesform gerne ein Stückchen abhacken möchte.
Turia gehen mit "Aan den Golven der Aarde Geofferd" noch ein Stück weit garstiger zu Werke, sei es in Sachen Vocals, als auch in Bezug auf das erhöhte Tempo. Zwar weniger melodisch und mit teils verwirrenden Untertönen in Dur (!), aber im Gegensatz zu Fluisteraars mit dem besseren Finish, wo die Lead-Gitarre ganz ohne Drums nur noch von einsamen Klaviertönen begleitet wird.
Wie bei Solar Temple gilt auch hier: Nur für ganz spezielle Black Metal Liebhaber und solche, die das Gelderland unserer Nachbarn mal von anderen Seiten kennenlernen möchten. (sw)

7/10