Impressum Startseite
Reviews Interviews Live Specials Jobs

FOZZY - Judas

VÖ: 13. Oktober 2017
Century Media

Sieben Jahre sind seit meiner letzten Begegnung mit Fozzy vergangen. Seitdem (das Album "Chasing The Grail") sind zwei weitere Alben an mir vorbeigerauscht und mir scheint, als hätte die Truppe um WWE-Superstar Chris Jericho und Stuck Mojo-Gitarrist Rich Ward irgendwie ihre Zähne leicht abgewetzt. Man setzt seit je her auf einen ordentlichen Groove, der mal mehr nach Südstaaten, mal mehr nach einem Tanzflächen-Feger in den Neunziger Alternative Diskotheken ("Burn Me Out") schreit. Die Riffs von Rich Ward drücken ordentlich, manchmal gibt es passende Unterstützung durch diverse Elektronika und das Schielen mit einem halben Auge gen Linkin Park ist ja nun auch nichts Schlimmes. Jeder Track hat richtigen Drive und Chris Jericho liefert mit sicherer Stimme auch immer eine Hookline ab. Und auch wenn sie nicht immer vom Allerfeinsten sind, gehen sie allesamt sofort ins Ohr. "Running With Bulls", "Painless", der Titelsong und das etwas ausbrechende "Wolves At Bay" zeigen auf jeden Fall, dass bei Fozzy immer noch richtig was geht. Ein Album, welches sich auf einem konstanten Level hält, mit dem Wort "solide" doch untertrieben bezeichnet wäre, aber irgendwo noch einen Knoten hat, der wohl nicht platzen wollte. Nächstes Mal bestimmt wieder mehr! (sw)

7,5/10