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FRAGMENTS OF UNBECOMING - Perdition Portal

VÖ: 18. Mai 2018
Apostasy Records

Fragments Of Unbecoming sind nicht Obscure Infinity, weder Fleshcrawl oder Revel In Flesh, noch Night In Gales. In der deutschen Metallandschaft sind sie für die Schwedentod-affinen Freaks aber mindestens genauso wichtig, gut angesehen und qualitativ gehaltvoll. Okay, gegen die neue "quasi Comeback"-Granate von Night In Gales zieht man einfach den Kürzeren. Das vergisst man angesichts des Openers "Dismal" aber trotzdem schnell. Ein fettes Intro mit fast Metallica-artigen Zügen, ein perfekt entschlacktes Riff und dann der treibende Beat - fertig ist das erste Statement, dass man sechs Jahre (!) nach "The Art Of Becoming Apart" rein gar nichts verlernt hat und mit neuem Label im Rücken die Vergessenheit in den Köpfen der Fans (war bei mir fast so) auszumerzen will. Mit genanntem "Dismal" und weiteren Vorzeigetracks wie "Shadowfathers", "Abyssphere", dem Titelsong (ist es ein ungeschriebenes Gesetz, dass Titelsongs immer etwas Besonderes anhaftet?!) und dem von Chören unterstützten, getragenen "Calamity Choir" (diese Harmonie kurz vor Schluss!) dürfte dieses Vorhaben auch wohl ein Leichtes sein. Der Kreuzüber zwischen altem Schwedentod (Dark Tranquillity, Gates Of Ishtar, aber auch Dissection) und amerikanischen Anleihen in Bezug auf Härte und die tiefen Vocals, funktioniert immer noch und macht aus "Perdition Portal" eine schlichtweg runde Sache, mit der man sich nach der langen Wartezeit überzeugend zurückmeldet. Willkommen zurück!
P.S.: Und mal nebenbei, hätte man Drummer Ingo Maier nicht zumindest in Erwägung ziehen können, um die durch den plötzlichen Tod von Oskar Karlsson verständlicherweise gecancelten Gates Of Ishtar-Reuniongigs zu retten?! (sw)

8/10