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FROZEN LAND - Frozen Land

VÖ: 23. November 2018
Massacre Records

Frozen Land aus Finnland erfinden den Power Metal nicht neu, sie besinnen sich auf alte Tugenden der 90er Jahre, als Melodie noch Trumpf war. Vielleicht irritiert vom Opener "Loser's Game", war ich beim ersten Durchlauf nicht sonderlich angetan, manchmal legt ja so ein Stück Musik am Anfang eines Albums den Grundstein für die spätere Bewertung. Da ich zur Zeit sehr viel im Auto unterwegs bin, quasi geschenkte Zeit zum Hören von Musik habe und das Ziel meiner Reise stets ein Gutes ist, habe ich in sehr guter Stimmung mehrere Durchläufe der Scheibe genossen. Mit jedem Mal fräsen sich die Songs mehr in die Gehörgänge und spätestens beim dritten Mal wurde meine eh schon gute Laune befördert durch ebensolche Musik. Die machen einfach Laune beim Zuhören, anders kann man es nicht schreiben. "Underworld" ist ein gutes Beispiel, da ist einfach alles richtig, geiles Grundriff, das den Rhythmus bestimmt, erhabener Gesang und einfach diese Grundstimmung, wenngleich ein Wikingerschiff zur Schlacht ablegt, ich spring drauf und fahre mit, lass uns den Laden rocken. Anleihen aus dem True Metal in den Power Metal transportiert würde ich es mal umschreiben wollen. Wer mit Sonata Arctica und Stratovarius etwas anfangen kann, darf hier bedenkenlos zugreifen. Beim Mix und beim Mastering waren Matias Kupiainen und Mika Jussila beteiligt, bei beiden genannten Bands auch mit im Boot. Nach 45 Minuten Musik ist der Spaß vorbei und hinterlässt einen starken Eindruck für ein Debütalbum. Mit "I Would" gibt es genau eine langsame Nummer, schönes Intro mit dem Piano, macht was es soll mit dem geneigten Hörer, nicht peinlich softig, sondern ergreifend schön. Mit "Loser's Game" bin ich immer noch nicht warm geworden, vielleicht kann ich mich einfach mit dem Titel nicht identifizieren. Es sei noch angemerkt, an den Vocals aus Italien stammend, Toni Meloni? Ist das ein Künstlername? Wenn ja, bitte noch einmal drüber nachdenken, wenn nicht, dann drüber nachdenken. (stl)

8/10